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Der Körper als Imageträger

Zu dick, zu dünn, zu unförmig, zu schwabbelig, zu kleine Brüste, zu große Brüste, irgendetwas ist immer falsch. Jeder Mensch hat bestimmte Vorstellung von Schönheit und einen eigenen Geschmack und das ist auch gut so. Trotzdem beurteilen wir Menschen als erstes rein von ihren optischen Attributen.

Immer mehr Frauen aber auch Männer neigen dazu, sich ständig selbst zu optimieren. Davon profitieren natürlich viele Unternehmen. Hair Stylist, Kosmetiker, Nageldesinger, Tattowierer, plastischen Chirurgen uvm...

Diätprodukte, Fitnessprogramme, Sportgeräte, Schlankheitspillen, Schlankheits-Gürtel, Abnehm- und Fitness-Apps boomen mehr de je.

Lippen aufspritzen, Nasenkorrekturen, Fettabsaugung, Brustvergrößerungen. Der Kampf gegen das Altern, das verblassen das Schönheit, vor allem Frauen scheuen bei der Optimierung ihres Körpers nicht vor chirurgischen Eingriffen zurück. Also wird nachgeholfen, mittels Botox. Botox zaubert die Fältchen weg. die Gesichtslähmung wird akzeptiert, auch wenn die Mimik verlorengeht.

Wir leben in einem medialen Zeitalter, wo wir regelrecht überflutet werden von „perfekten Körpern“. Der Körper wird regelrecht zum Imageträger dekretiert.

Für viele Menschen ist der Körper auch ein zentraler Aspekt der Entwicklung von Selbstwertgefühl.

Neben den üblichen Schönheitsidealen spielen spezielle „Körper-Hypes“ eine große Rolle.

*Waschbrettbauch/ Sixpack

*Size Zero

*Thigh Gap“ (Oberschenkellücke)

Um eine Oberschenkellücke zu bekommen müssen die Fettreserven verbrannt werden und die Muskulatur ein bisschen abgebaut. Grade an den Oberschenkeln haben Frauen besonders viele Fettspeicher. Ob eine Oberschenkellücke entstehen kann, hängt stark von der Stellung der Beine ab.


*Bikini Bridge“ (jene „Brücke“, welche die Bikinihose über dem Bauch bildet, wenn sie im Liegen auf den Hüftknochen aufliegt und somit Luft zwischen Höschen und Unterleib lässt )

*Ab Crack (eine sichtbare, senkrecht verlaufende Spalte, die vom Brustkorb bis zum Bauchnabel reicht, diese Spalte ist jedoch nur dann sichtbar wenn der Körperfettanteil unter 12% liegt. Das bekommt man nur mit übermäßiges Muskel- und Ausdauertraining hin.

Es geht nicht mehr um die Vitalität des Körpers, um gesund oder ungesund, sondern um krankhafte Kontrolle, das zwanghafte Aufbringen von Disziplin, die aus mangelnder Selbstliebe oder Akzeptanz gegenüber seinem eigenen Körpers, resultiert.

Der Körper ist ein Ort, an dem Status und Identität verhandelt und kommuniziert werden.




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